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Siehe auch: Kodex (Origins)
Sowie: Caridin

Kodexeintrag

940, 45. Tag, 5. Jahr der Regentschaft von König Valtor: Es ist vollbracht. Die Vision der Ahnen hat Früchte getragen. Heute erstand ein Mann aus meinem Schmiedefeuer, ein Mann aus lebendigem Stein und Stahl. Ich nannte ihn Golem, nach der Legende von den großen Statuen, die von den Toten beseelt sind. Sie werden unsere Zukunft sein und unsere Rettung.

940, 60. Tag, 5. Jahr der Regentschaft von König Valtor: Der Prozess ist schrecklich. Nicht viele würden ihn überleben, ohne den Verstand zu verlieren. Es ehrt mich, dass die Ahnen glauben, ich hätte die Stärke, diese Last zu schultern und Orzammars Verteidiger zu schmieden.

Nichts derart Wichtiges lässt sich ohne Opfer erreichen. Und so lernen auch Stein und Stahl nicht gehen, wenn kein Geist ihnen Leben einhaucht.

940, 73. Tag, 5. Jahr der Regentschaft von König Valtor: Ich habe um Freiwillige gebeten. Einige wenige haben sich gemeldet, Männer der Kriegerkaste, junge Söhne ohne Besitz und Chance auf Heirat. Sie wollen Orzammar gegen den Schrecken verteidigen, den die Menschen über uns gebracht haben. Sie wollen ewiges Leben, in einem Körper, der stärker ist als die beste Rüstung. Und sie verlangen nicht, erst mit denen zu sprechen, die vor ihnen diesen Weg gegangen sind.

Ich habe bisher sogar auf diesen Seiten vermieden, davon zu sprechen, doch nun muss ich es preisgeben. Meine Golems werden angetrieben durch ihren eigenen Tod. Diese tapferen Krieger kommen zu mir, nackt wie bei ihrer Geburt. Ich kleide sie in eine Haut aus Rüstung, so dick, dass selbst der Stämmigste von ihnen einem Säugling gleicht. Der Amboss ist ihre erste und letzte Krippe.

Wir sind nach allen Seiten von einer Meile Erde umgeben. Niemand hört die Schreie, wenn ich geschmolzenes Lyrium in Augenhöhlen fülle, in Münder und in jedes Gelenk der Rüstung. Sie verstummen rasch, aber der Geruch setzt sich fest, ein Hauch von Blut in dem intensiveren Gestank von heißem Metall. Ich muss schnell arbeiten. Die Rüstung ist jetzt formbar, und das bewerkstellige ich mit Hammer und Zange.

Nur wenig später bewegt es sich unter meinen Händen, es windet sich bei jedem Schlag. Es spricht auch wieder, leise und klagend, aber ich höre gar nicht hin. Ich kann mir keinerlei Fehler leisten. Kein geschmolzener Grat darf ins Auge geraten, kein unbehauener Granit das Bein behindern. Sie stöhnen, während ich arbeite, aber wären sie denn lieber hilflos und verkrüppelt? Ich sprach mit einigen von ihnen. Sie erzählten mir von ihrem Schmerz, aber könnten sie sich selbst sehen, sie würden Perfektion erblicken.

-- Aus Caridins Tagebuch.

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